Zitatesammlung

Since a while, I collect quotations and maxims which I face in books, in the web, TV, radio, movies, talks, etc., and which I consider interesting and remarkable. (But not necessarily true!) (Like this “debatable” quote from Schopenhauer…) Some are also simply funny. This page is used to share a part of this collection. The language is mainly German — sorry 🙂 —, but watch out for the ‘♦’-sign; it marks the occasional quotes in English. Seit einiger Zeit sammle ich Zitate und Lebensweisheiten, die mir in Büchern, im Web, Fernsehen, Radio, Kino, in Gesprächen usw. begegneten und die mir besonders interessant und bedenkenswert erscheinen (jedoch nicht notwendigerweise richtig — wie z.B. dieses “streitbare” Zitat von Schopenhauer), oder die einfach lustig sind. Diese Seite ist dafür gedacht, einige davon von überall her zugänglich zu machen.

Zur Toleranz:
Verschiedene Menschen finden für
dieselben Probleme
verschiedene Lösungen.
Und das ist gut.” (TD)

“Du brauchst jemanden, der dir hilft, deine eigenen Wünsche zu erforschen. Es passiert eben nicht automatisch.” (Mitch Albom, “Dienstags bei Morrie”, S. 80)

“Man heilt Leidenschaften nicht durch Verstand, sondern nur durch andere Leidenschaften.” (Carl Ludwig Börne, 1786-1837, Journalist, Literatur- und Theaterkritiker)

“Kritisches und radikales Denken wird nur dann fruchtbar sein, wenn es mit der kostbarsten Eigenschaft des Menschen vereint ist – mit seiner Liebe zum Leben.” (Erich Fromm, 1900-1980, Psychoanalytiker und Philosoph, Anatomie der menschlichen Destruktivität, im Epilog auf S. 491 der allerletzte Satz)

“Ein Sinnspruch ist die Pforte zu einem Gedankenpalast; die meisten betrachten nur die Pforte, treten aber nicht ein.” (Ernst Kliemke, Pseudonym Heinrich Nienkamp, 1870-1929, deutscher Jurist und Schriftsteller)


♦ “Yesterday is history. Tomorrow is a mystery.
But today is a gift! That is why it is called present.”

“Man kann einem Menschen nichts lehren. Man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.” (Galileo Galilei, 1564-1642)

“Wenn das Leben ganz und gar im Augenblick stattfindet, wenn es einem gelingt, alles andere zu vergessen, dann erreicht man vielleicht die intensivste Form der Freude.” (aus: Benoîte Groult, Salz auf unserer Haut, S. 51)

“Lebensklugheit bedeutet, alle Dinge möglichst wichtig, aber keines völlig ernst zu nehmen.” (Arthur Schnitzler, 1862-1931)
“Lebensklugheit bedeutet, viele Dinge möglichst wichtig, aber fast nichts völlig ernst zu nehmen.” (so würde ich das eher formulieren, denn Krankheit, Schmerzen, Trennung, Zerstörung und Tod muss man ernst nehmen; fast alles andere ist hingegen meistens nicht mal wichtig und kann oft mit dem passenden Humor genommen werden)

“Sage dir nicht: ‘ich muss…’, sondern sage dir: ‘ich will!'” (Großmamas Tante Meta, 1918-1997)

“Wer von seinem Tag nicht zwei Drittel für sich selbst hat, ist ein Sklave.” (Friedrich Nietzsche, 1844-1900)

“Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht’s, dass ein Ding kein Gift sei.” (Paracelsus, 1493-1541)

♦ “Enthousiasm as well as sadness are communicative. Thus, I prefer to transmit enthousiasm.” (André Brahic, 1942-2016, planetary scientist)

♦ “[Planetary] Rings are like a woman’s parfume: They have a small mass, but they hold a lot of information.” (André Brahic)

“Philosophisch veranlagt war er noch nie gewesen. Er hatte niemals das Bedürfnis verspürt, in sich selbst zu versinken. Das Leben hatte sich ihm als ein ständiges Wechselspiel aus den unterschiedlichsten praktischen Fragen dargestellt, die auf ihre Lösung warteten. Was es jenseits davon gab, war etwas Unausweichliches, das sich nicht davon berühren lassen würde, dass er über einen Sinn nachgrübelte, den es am Ende dann wohl doch nicht gab.” (Henning Mankell, 1948-2015, Krimiautor, in einem seiner Wallander-Romane)

“‘Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne’, sagte Hermann Hesse zu Recht. Ist doch das Neue, Frische, Moderne ach so animierend. Hesse verschweigt, dass dem Neuen nicht automatisch Substanz, Tiefe und erstklassige Ergebnisse innewohnen.” (Boris Grundl)

♦ “People do not dislike change, but they dislike being changed.” (Kjell Nordström, schwedischer Ökonom und Schriftsteller)

“Wir unterscheiden uns von anderen Organismen auf diesem Planeten ganz deutlich durch einen Erklärungs­notstand. Wir nehmen die Dinge nicht einfach hin, sondern denken darüber nach und versuchen, sie uns in theoretischen Entwürfen zu erklären. Tiere dagegen lernen, dass etwas unter bestimmten Umständen so und so passiert. Aber sie reflektieren nicht im Nachhinein darüber, warum etwas wie geschehen ist.” (Franz Wuketits, Biologe an der Uni Wien)

“Hey, ist doch ganz witzig, so ein wandernder Planet. Immer auf der Suche nach Neuem. Ein Planet auf der Walz. Ist das nicht der Sinn des Lebens? Wozu immer im selben Trott ewig um dasselbe kreisen? Das wird doch auf Dauer irgendwann echt langweilig. Die meisten Menschen kreisen (seit ich weiß nicht wann) auch nur um denselben Punkt. Sein Bett, sein Fernseher, sein Partner, sein Auto, sein Arbeitsplatz oder what else. Nur ein bis zweimal pro Jahr bricht er seine Gewohnheiten und flieht vor der Eintönigkeit in die Ferien. Als ich nach meiner 2-jährigen Weltreise nach Hause kam, wusste ich nicht mehr, was ich da eigentlich soll. Ein schwarzes Loch. Das Leben ist so vielfältig und zu interessant, als ewig um das Gleiche zu kreisen. Wenn wir aus dem All entstanden sind, dann müsste unsere Heimat doch ´überAll´ sein. Daher der Name …” (ein User Morginois in seinem Kommentar zu einem gmx.de-Artikel im Okt. 2013 über die Entdeckung eines Planeten (PSO J318.5-22), der in ~80 Lichtjahren Distanz zu uns ohne Sonne durch’s All wandern soll)

“Wie unglaublich kompakt eure Körper sind… und über wieviele Sinne ihr alle verfügt! Dieses Phänomen, das ihr Sprache nennt, ist wirklich… äußerst bemerkenswert. In fast allen Situationen seid ihr darauf angewiesen. Aber gibt es jemanden, der sie auch richtig beherrscht? Auf der anderen Seite… diese Einsamkeit… ihr seid doch völlig allein… euer gesamtes Leben lang… seid ihr in dieser engen Hülle eingesperrt. Jeder für sich isoliert, voneinander abgetrennt… wie einsam ihr alle sein müsst. Dieses ewige Alleinsein.” (Medusen-Botschafter Kollos, ein Strahlenwesen in der Raumschiff-Enterprise-Episode “Die fremde Materie” (“Is There in Truth No Beauty?”; TOS 3.05), nachdem er für kurze Zeit mit dem materiellen Körper von Mr. Spock verschmolzen gewesen war)

“Die besten Teamplayer sind die, die sich individuell am besten vorbereiten.” (Fabian Hambüchen, deutscher Kunstturner)

“Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder.” (Dante Alighieri, 1265-1321, italienischer Dichter und Philosoph)

“Im Grunde zeigt Raumfahrt – und Technik überhaupt – die Macht der Mathematik. Und dass Rechnen etwas mit Wahrheit zu tun hat.” (TD)

♦ “A scientist is a very complex machine to convert coffee into publications.”
(Author unknown to me; have seen it in the footer of an email; possibly adapted from a similar quote about mathematicians from Alfréd Rényi, 1921-1970)

“Viele Menschen sind gut genug erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.” (Orson Welles, 1915-1985, US-amerikanischer Filmregisseur und Autor)

“Wenn die Unfähigkeit einen Deck­namen braucht, nennt sie sich Pech.” (Charles-Maurice de Talleyrand, 1754-1838, französischer Staatsmann und Diplomat)

♦ “Quality is never an accident; it is always the result of high intention, sincere effort, intelligent direction and skillful execution; it represents the wise choice of many alternatives.” (William A. Foster, 1915-1945)

Ralph Waldo Emerson (1803-1882, US-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller) über die Frage, was einen reifen Menschen ausmacht: “Was ist Erfolg? Oft und viel zu lachen, den Respekt intelligenter Menschen und die Liebe der Kinder zu gewinnen, ehrliche Kritik zu hören und den Verrat falscher Freunde auszuhalten, die Schönheit zu lieben, das Beste in anderen zu entdecken, die Welt ein wenig besser zu hinterlassen – sei es durch ein gesundes Kind, einen Garten oder eine soziale Einstellung –, zu wissen, dass wenigstens einer leichter geatmet hat, weil man gelebt hat. Das heißt, erfolgreich zu sein.”

“Verantwortung zu übernehmen heißt nicht, Schuld zu übernehmen. Es heißt, die Kontrolle zu gewinnen.” (Brian Frederick)

“Das Weltall: Du lebst darin – entdecke es!” (Elmar Junker, Hochschule Rosen­heim, im Footer seines Newsletters)

“Am ersten oder zweiten Tag deuteten wir alle auf unsere Länder. Am dritten oder vierten Tag deuteten wir auf unsere Kontinente. Am fünften Tag nahmen wir nur noch die Erde wahr.” (Prinz Sultan bin Salman bin Abdulaziz Al Saud, saudi-arabischer Astronaut, nach seinem Flug mit dem Space Shuttle Discovery STS-51G)

“Ein Astronom braucht Geld für die Mittel, um Sterne zu sehen. Ein Astrologe braucht als Mittel die Sterne, um Geld zu sehen!” (Andy Capp/Willi Wacker)

♦ “Don’t you wish there was a knob on the TV to turn up the intelligence?”
“There’s one marked brightness, but it doesn’t work.” (Leo Anthony Gallagher, US-American comedian)

“Die Zeit heilt alle Wunden, deshalb muss man beim Arzt so lange warten.”

“Nicht Zeit, sondern Liebe heilt alle Wunden.”
♦ “Love, not time, heals all wounds.”


Antworten auf die Frage “Was macht das Leben aus?”
(1) Das Unmittelbare. (2) Das Geschaffene. (3) Die Beziehungen.

zu (1): Hier spielen insbesondere die Gefühle/Emotionen eine Rolle: Wie geht es mir jetzt im Moment mit allen Umständen. Mit dem Tod ist auch die Erinnerung vorbei, also genieße das Jetzt.
zu (2): Der mehr “strategische” Teil, das Ergebnis von Überlegung und Handlung, von einer “Lebensplanung”. Ab und an Bilanz ziehen. Gibt es etwas von mir, das über meinen Tod hinaus für andere Menschen bleibt?
zu (3): Sie geben “Input” im geistigen Sinne wie für die Gefühle; erlauben genauso derartigen “Output”. Sie formen Dich, machen Dich zu dem, der Du bist; sei sorgfältig im Umgang mit ihnen.
Zusatz: Achte darauf, dass Dein Handeln anderen nicht mehr als absolut unvermeidlich zum Schaden ist. (TD)

Antworten auf die Frage “Was macht das Glück aus?” Falsche Frage; die Antwort wäre nämlich etwas wie “unmittelbare, sehr günstige Hormonlage”, also etwas sehr transientes.

Bessere analoge Frage: “Was macht Zufriedenheit aus?”
(1) Gesund fühlen. (2) Ein Gefährte (oder mehrere). (3) Ein Projekt.

zu (3): Nicht weit weg wäre “eine Aufgabe”, “eine Tätigkeit” (normaler­weise eine von außen herangetragene, in glücklichen Fällen eine intrinsisch motivierte), “ein Ziel”, sogar “eine Ideologie”. Aber “Projekt” ist vielleicht am präzisesten… (TD)


“Die Liebe ist aber nicht nur ein Geben, ihr ‘aktiver’ Charakter zeigt sich auch darin, daß sie in allen ihren Formen stets folgende Grundelemente enthält: Fürsorge, Verantwortungsgefühl, Achtung vor dem Anderen und Erkenntnis.” (‘Erkenntnis’ meint hier: ‘Wahrnehmen/Erfassen des Anderen’) (Erich FrommDie Kunst des Liebens, S. 37)

Über reife und unreife Liebe: “Infantile Liebe folgt dem Prinzip: ‘Ich liebe, weil ich geliebt werde.’ Reife Liebe folgt dem Prinzip: ‘Ich werde geliebt, weil ich liebe.’ Unreife Liebe sagt: ‘Ich liebe dich, weil ich dich brauche.’ Reife Liebe sagt: ‘Ich brauche dich, weil ich dich liebe.’” (Erich Fromm, Die Kunst des Liebens, S. 53)

“Liebe ist nicht in erster Linie eine Bindung an eine Person. Sie ist eine Haltung, eine Charakter-Orientierung, welche die Bezogenheit eines Menschen zur Welt als Ganzem und nicht nur zu einem einzigen ‘Objekt’ der Liebe bestimmt.” (Erich Fromm, Die Kunst des Liebens, S. 58)

“Bindungshormone dürften wesentlich älter sein als die Geschlechterliebe. […] Könnte es nicht sein, dass die Liebe ursprünglich garnicht für Frau und Mann gedacht war? Für Eibl-Eibesfeldt entspringt die Liebe aus der Bindung zwischen Müttern und Kindern. Sie ist eine Folge der Brutpflege, nicht der Sexualität. Der Sexualtrieb ist nur ein recht selten benützes Mittel der Bindung, spielt aber bei uns Menschen in dieser Hinsicht eine große Rolle. Obgleich er einer der ältesten Antriebe ist, hat er interessanterweise nicht zur Entwicklung dauerhafter, individuali­sierter Bindungen Anstoß gegeben, von einigen seltenen Ausnahmen abgesehen. Die Liebe wurzelt nicht in der Sexualität, bedient sich ihrer jedoch zur sekundären Stärkung des Bandes.” (Richard David Precht in seinem Buch “Liebe – ein unordentliches Gefühl” über die These des österreichischen Verhaltens­forschers und Human­ethologen Irenäus Eibl-Eibesfeldt; Hörbuch Track 15, 4:35 min ff.)


“Einsam ist, wer für niemand die Nummer eins ist.” (Helene Deutsch, 1884-1982)

“Ob einer mehr Ursache hat, die Menschen zu suchen oder zu meiden, hängt davon ab, ob er mehr die Langeweile oder den Verdruss fürchtet.”

(Arthur Schopenhauer, 1788-1860)

“Glückliche Partner sind kreativ, leben im rasanten Wechsel von Konflikten, Humor, Zuneigung, Frotzeleien, sie lassen immer wieder emotionale Versuchsballons steigen, um die Stimmung des anderen auszuloten, sie nehmen häufig Bezug auf gemeinsame Träume, Ideen oder Fantasien.” (Harald Martenstein in GEO kompakt Nr. 20, S. 104)

Gottman-Konstante: “Um ein negatives Partnererlebnis wettzumachen – eine Kränkung, einen Streit, eine kleine Nachlässigkeit – muss der andere fünf positive Erlebnisse etwa der gleichen Größenordnung stiften.” (Harald Martenstein in GEO kompakt Nr. 20, S. 106)

“Ich wusste gar nicht, dass die Probleme der anderen Menschen sooo langweilig sind.” (King Julien in der gleichnamigen computeranimierten Fernsehserie)

“In einer neuen Beziehung werden die ersten Monate vor allem dafür verwendet, auszufechten, wessen Gewohnheiten übernommen werden.” (Eva Behrendt)

Quizaufgabe (TD):
o   Geld macht sexy
o   Macht macht sexy
o   Intelligenz macht sexy
Bitte kreuze die richtige Lösung an! 😉

Grundemotionen, welche zumeist die Handlungen der Menschen leiten:
Neid, Trägheit, Gier, Wut, Angst, Stolz, Neugier, Wolllust, Liebe.

♦ Fundamental emotions which mainly drive a human’s action:
Enviousness, sluggishness, greed, angriness, anxiety, proudness, curiosity, lust, love.

“Alles Große in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut als er muss.” (Hermann Gmeiner, 1919-1986, Gründer der SOS-Kinderdörfer)


“Die zentrale Frage ist: Gibt es einen Gott? Wenn Sie die mit Ja beantworten, dann wird es zweitrangig, ob das Neue Testament wörtlich zu verstehen ist oder metaphorisch. Wer im Sinne Jesu handelt, benötigt keine Theologie mehr. Er handelt aus Liebe und damit richtig. Das ist die Botschaft Jesu. Wenn Sie die Frage nach Gott verneinen, dann können Sie aus dem Neuen Testament eine Ethik extrahieren, die jedem Agnostiker oder Atheisten gut tun würde.” (Leser Bote17 ‘s Kommentar zum Ostergruß 2017 auf spektrum.de)


“Das gute Beispiel ist nicht eine Möglichkeit, andere Menschen zu beeinflussen.
Es ist die einzige.” (Albert Schweitzer, 1875-1965)

“Zutrauen veredelt den Menschen, ewige Bevormundung hemmt sein Reifen.” (Götz Werner)

“Wenn du intelligente Kinder willst, lies ihnen Märchen vor. Wenn du noch intelligentere Kinder willst, lies ihnen noch mehr Märchen vor.” (Albert Einstein, 1879-1955)
“Wenn du dumme Kinder willst, gib ihrer Mama ein Smartphone. Wenn du noch dümmere Kinder willst, gib ihrer Mama und ihrem Papa ein Smartphone.” (TD)

“Als Kind will man ein Held sein, sonst nichts.” (Marie-Sabine Roger, Das Labyrinth der Wörter, S. 47)

Vier Grundregeln zur Kindererziehung (P.):
(1) Verlange nichts, wozu du selbst nicht in der Lage bist!
(2) Verletze nicht!
(3) Sei berechenbar im Handeln und Denken!
(4) Kommuniziere über echte Ich-Botschaften!

Andy’s Ratschläge:
(1) Klare Strukturen
(2) Cool bleiben
(3) Demonstriere und lebe Führungsstärke

“Als ich 14 war, war mein Vater so unwissend. Ich konnte den alten Mann kaum in meiner Nähe ertragen. Aber mit 21 war ich verblüfft, wieviel er in 7 Jahren dazugelernt hatte.” (Mark Twain, 1835-1910, US-amerikanischer Schriftsteller)

“Kinder tragen die ‘Seelen’ (Persönlichkeiten) beider Eltern in sich. Wenn diese sehr verschieden sind, kann das zu ziemlichen inneren Konflikten führen.” (TD)

“Es macht Spaß, die Antworten der Kinder zu vergleichen. So entdeckt man vielsagende Übereinstimmungen. Zum Beispiel wünschen sich die allermeisten Kinder, dass ihre Eltern sich nicht streiten, weniger schimpfen, sich mehr Zeit für sie nehmen und liebevoller zu ihnen sind.” (Beatrix Schnippen­koetter im Vorwort ihres Buches “Ich wäre gern ein Huhn – was Kinder aus aller Welt erleben und sich erträumen”)
Außerdem schreibt sie dort: “Ganz gleich, wo und wie die Kinder leben – sie verbindet miteinander die Sehnsucht nach Frieden, Sicherheit, Harmonie, Freundlichkeit, Wohlstand und Spaß, ebenso wie die Angst vor Krieg und jeder Form von Gewalt, vor Verlust, Krankheit und Tod. Manchmal reicht ihr Horizont bis zur Dorfgrenze, manchmal geht es ums globale Ganze, aber immer sind die Eltern das Maß aller Dinge. Mutter, Vater, Kind – was die Welt im Großen bewegt, spiegelt sich immer zuerst in der Familie.”


“Ein Problem der zielorientierten Menschen, der ‘Macher-Typen’, kann sein, dass sie vergessen oder es nicht schaffen, die anderen Menschen mitzunehmen bei ihrem an sich positiven Tun.” (Peggy Zecha)

“Narzissten werden durch Ziele aktiviert, Idealisten durch Deadlines.” (Boris Grundl)

“In puncto Motivation ist Geld unschlagbar, es schafft eine klare Werteskala der Begehrlichkeit.” (Niki Lauda)

“Die Wissenschaft, richtig verstanden, heilt den Menschen von seinem Stolz; denn sie zeigt ihm seine Grenzen.” (Albert Schweitzer)

“Wer Macht ausüben will, muss ständig nachfüttern.” (P.)


“Wo Freundlichkeit herrscht, da ist Güte. Und wo Güte ist, da ist auch Magie.” (aus dem Kinofilm Cinderella von 2015)

“Die meisten Menschen sind unzu­frieden, weil die wenigsten wissen, dass der Abstand zwischen Eins und Nichts größer ist als der zwischen Eins und Tausend.” (Carl Ludwig Börne)

“Die Wurzel des Problems […] ist ein bekanntes Paradox. Die Vernunft kann sich nicht verteidigen, ohne auf die Vernunft zurückzugreifen. In einem öffentlichen Gespräch, das an der Vernunft kein Interesse hat, ist sie schutzlos.” (Jill Lepore)

“Weißt du, was das Problem unserer Zeit ist? Die Menschen verlieren ihre Bedeutung. Jeder ist ersetzbar. Es gibt keine Ideale mehr. Und ohne Ideale gibt es nichts, was uns größer macht als wir sind. Jeder sucht verzweifelt nach dem Beweis, dass die Welt mit ihm ein bisschen anders ist als ohne ihn.”

(Die Figur “Graywulf” im Roman “Der Schwarm” von Frank Schätzing) (im Hörbuch auf CD 3, Track 16 am Ende)

“Die Menschen sind zu Einsichten und guten Taten fähig. Jedenfalls haben sie den Wunsch, besser zu sein als sie sind. Es mangelt ihnen nur an Vorbildern und Beispielen. Vor allem ihrer Fähigkeit zum guten Willen wegen habe ich die Erde für dich ausgewählt.” (Jor-El vom Planeten Krypton (gespielt von Marlon Brando), zu seinem Sohn Kal-El alias Superman im Superman-Kinofilm von 1978)

“In hohem Maße und zu lange haben wir offenbar menschliche Leistungen und Gemeinschaftswerte der reinen Anhäufung materieller Dinge geopfert. Unser Bruttosozialprodukt beträgt derzeit über 800 Milliarden Dollar im Jahr. Aber wenn wir die USA rein danach beurteilen wollten, gehörten dazu Luftverschmutzung und Zigarettenwerbung, und die Krankenwagen, die Unfallopfer von den Highways aufsammeln. Es berücksichtigt die Zerstörung der Mammutbäume und den Verlust unserer Naturwunder. Es kalkuliert Napalm ebenso ein wie nukleare Gefechtsköpfe und die Panzerfahrzeuge, mit denen die Polizei gegen Unruhen in den Städten vorgeht. Das BSP erfasst jedoch nicht die Gesundheit unserer Kinder, die Qualität ihrer Ausbildung oder ihre Freude am Spiel. Es sagt nichts aus über unsere Dichtkunst, die Stabilität unserer Ehen, das Niveau öffentlicher Debatten oder die Integrität unserer Amtsträger. Kurz: Es misst alles außer dem, was das Leben lebenswert macht. Es kann uns alles über Amerika sagen, nur nicht, warum wir stolz darauf sind, Amerikaner zu sein.” (Robert F. Kennedy, 1925-1968; leicht gekürzte Version)
♦ Vollständige Version/ complete speech in english: here.

“Es ist ein Irrtum, aus dem Recht der Meinungsfreiheit abzuleiten, dass man mit dieser Meinung auch Recht hat.” (Anko Börner, Abteilungsleiter am DLR)

“Ich glaube fest, dass die Ideen, die uns damals [in den Kriegsjahren im frz. Untergrund] leiteten, die einzigen sind, die zu einem wahren Fortschritt führen können. Wir dürfen nicht hoffen, eine bessere Welt zu erbauen, ehe nicht die Individuen besser werden. In diesem Sinn soll jeder von uns an seiner eigenen Vervollkommnung arbeiten, indem er auf sich nimmt, was ihm im Lebensganzen der Menschheit an Verantwortlichkeit zukommt, und sich seiner Pflicht bewusst bleibt, denen zu helfen, denen er am ehesten nützlich sein kann.” (Marie Curie, 1867-1934, zitiert in: Eve Curie: Madame Curie, Kap. “Wegsuche”, S. 44)

“Ich denke über meine Probleme nach und ich löse sie. Dadurch belaste ich erst mal alle Leute nicht mit meinen Wünschen … [ich wünschte mir,] dass das viel mehr Leute machen, weil die meisten Menschen denken über die großen Probleme nach, aber nicht über ihre eigenen. Und hoffen, dass irgendwer anders ihre Probleme löst, das passiert aber leider nicht. Aber ich denke über die Probleme meiner Freunde nach, die Leute, die mir wichtig sind; aus einem Grund wichtig sind. Und löse ihre Probleme, weil auch das mir hilft, ich bin egoistisch. Wenn’s meinen Freunden gut geht und mir gut geht, ist alles in Ordnung. Und wenn das jeder so machen würde, ich sage mal: weltweit, bleiben wirklich sehr wenige Probleme, die wir noch wirklich zu lösen hätten. Wenn ich jetzt natürlich antworte… sage, ich will alle Welt glücklich machen, dann hab’ ich ein Problem, weil das wird mir nicht gelingen. Die Leute, die das versuchen, und die sich darauf festbeißen… ich sehe sie oft sehr unglücklich werden.” (Sebastian Ziegler im Kinofilm “Hacker” von Alexander Biedermann)

“Ich bin der Überzeugung, daß die absolute Unvereinbarkeit von Liebe und ‘normalem’ Leben nur in einem abstrakten Sinn richtig ist. Unvereinbar miteinander sind das der kapitalistischen Gesellschaftsordnung zugrundeliegende Prinzip und das Prinzip der Liebe.” (Erich Fromm, Die Kunst des Liebens, S. 149)

Überbevölkerung und Ressourcen­mangel (echt und gefühlt) sind die fundamentalen Ursachen aller menschlichen Probleme.” (TD)
(Anm.: Nicht nur Materielles/ Geld, sondern vor allem Intelligenz/ moralische Werte/ Reife sowie Liebe/ positive Emotionen sind als knappe Ressourcen problematisch.)

♦ “Overpopulation and lack of ressources (real and felt) are the fundamental causes of all human problems.” (TD)
(Note: Not just physical stuff/ money, but especially intelligence/ ethical values/ maturity as well as love/ positive emotions as scarce resources are problematic.)

“Seit jener Zeit habe ich mich nicht ein einziges Mal mehr über das Wetter aufgeregt. Ich bin froh, dass wir es überhaupt haben. Ich beschwere mich auch nicht mehr über den Verkehr. Ich freue mich über alle Menschen, die ich hier antreffe. Als ich wieder zu Hause war, da bin ich erst einmal in ein Kaufhaus gegangen, nur um mich umzusehen, ein Eis zu essen, und zu denken: ‘Mann! Was haben wir für ein Glück, hier zu sein! Warum beschweren sich die Leute dauernd? Wir leben hier doch im Garten Eden!” (US-Astronaut Alan Bean im Film “Im Schatten des Mondes” (bei 1:32 h) über seine Empfindungen nach seiner Rückkehr von seiner Reise zum Mond mit Apollo 12 im November 1969)

♦ “Apollo 8’s stunning images of the Earth in vibrant color, images never before seen by man until we pushed our way into space, brought home the reality of what we had accomplished in sending men to the moon. It provided the environmental movement a powerful visual express­ion of the concept of ‘Spaceship Earth.’ […] For a brief moment in December 1968 we had united all humanity.” (Gene Kranz (2000): Failure Is Not An Option, p. 247)


“Bei manchen Wahrheiten genügt die Überzeugung nicht, man muss auch erreichen, dass sie empfunden werden.” (Charles-Louis de Secondat, Baron de la Brède et de Montesquieu, 1689-1755, französischer Schriftsteller und Philosoph, in: Persische Briefe, S. 28)

“Wie mir scheint, urteilen wir immer über die Dinge, indem wir insgeheim wieder auf uns selbst Bezug nehmen. Mich wundert es nicht, dass die Neger den Teufel strahlend weiß, ihre Götter aber schwarz wie Kohle darstellen; dass die Brüste der Venus bei manchen Völkerschaften bis zum Schenkel herunterhängen und dass alle Götzen­anbeter ihren Göttern menschliche Gestalt verliehen und sie mit allen ihren Vorlieben ausgestattet haben. Ganz richtig hat man bemerkt: Wenn die Dreiecke sich einen Gott schüfen, gäben sie ihm drei Seiten.” (Montesquieu, Persische Briefe, S. 113)

“Wenn ich sehe, wie Menschen auf einem Atom – der Erde, die nur ein Punkt im All ist – herum­kriechen und sich doch direkt als Modelle der Vorsehung darstellen, dann fällt es mir schwer, so viel Anmaßung mit so geringer Bedeutung in Einklang zu bringen.” (Montesquieu, Persische Briefe, S. 113)

“Das Herz hat sein Bürgerrecht in allen Ländern.” (Montesquieu, Persische Briefe, S. 126)

“Was zu der einen Zeit als Wahrheit galt, galt in der anderen als Irrtum.” (Montesquieu, Persische Briefe, S. 145)

“Alle diese Vorstellungen […] rühren von unserem Stolz her. Wir sind uns nicht bewusst, wie klein wir sind, und wir wollen doch im Universum mitzählen, eine Rolle spielen und ein bedeutender Gegenstand sein. Wir stellen uns vor, dass die Vernichtung eines so vollkommenen Wesens, wie wir es sind, die ganze Natur entwürdigen würde; […]” (Montesquieu, Persische Briefe, S. 147-148)

“Diese Überlegungen […] haben mich auf den Gedanken gebracht, dass die Gerechtigkeit ewig ist und nicht von den Vereinbarungen der Menschen abhängt. Und wenn sie davon abhinge, wäre das eine schreckliche Wahrheit, die man vor sich selbst verbergen müsste.” (Montesquieu, Persische Briefe, S. 159)

“Die Leute, die sich den Künsten hingeben, sind niemals müßig.” (Montesquieu, Persische Briefe, S. 197)

“Nichts zieht die Fremden stärker an als die Freiheit und der mit ihr verbundene Wohlstand. Die Freiheit wird um ihrer selbst willen gesucht, und unsere Bedürfnisse führen uns in die Länder, wo der Wohlstand herrscht.” (Montesquieu, Persische Briefe, S. 226)

“In allen Religionen ist man höchst verlegen, wenn es darum geht, eine Vorstellung der Freuden zu vermitteln, die diejenigen erwarten, welche ein ordentliches Leben geführt haben. Die Bösen können leicht mit einer langen Reihe von Qualen, die ihnen drohen, erschreckt werden, aber bei den Tugendhaften weiß man nicht, was man ihnen in Aussicht stellen soll. Offenbar liegt es in der Natur der Freuden, dass sie nur von kurzer Dauer sind. Es fällt unserer Phantasie schwer, sich andere vorzustellen.” (Montesquieu, Persische Briefe, S. 230-231)

“Nichts kann so sehr die Arbeit der Behörden erleichtern und die Gerichtshöfe leeren, nichts bringt letztlich mehr Ruhe in einen Staat, wo die Sitten immer bessere Bürger hervorbringen als die Gesetze.” (Montesquieu, Persische Briefe, S. 238)

“Sobald der verstorbene König [Louis XIV] die Augen geschlossen hatte, dachte man daran, eine neue Verwaltung einzurichten. Man fühlte wohl, dass die Dinge schlecht standen, aber man wusste nicht, wie es besser zu machen wäre.” (Montesquieu, Persische Briefe, S. 257)

“Das größte Unheil, das ein unredlicher Minister anrichtet, besteht nicht darin, dass er seinem Fürsten einen schlechten Dienst erweist und sein Volk ins Unglück stürzt; etwas anderes ist nach meiner Ansicht tausendmal gefährlicher: das schlechte Beispiel, das er gibt.” (Montesquieu, Persische Briefe, S. 286)


“Im Leben gibt es zwei Tragödien. Die eine ist die Nichterfüllung eines Herzenswunsches. Die andere ist seine Erfüllung. Jede Wirklichkeit vernichtet den Traum.” (Oscar Wilde, 1854-1900, irischer Schriftsteller)

Dialog aus Raumschiff Enterprise, Episode TOS 3.05 “Die fremde Materie” (“Is There in Truth No Beauty?”):
Besucher Dr. Jones: “Das große Wunder der Natur liegt in ihrer unendlichen Vielfalt.”
Spock: “Und indem man all diese Unterschiede kombiniert, lässt man neue Wahrheiten und Schönheit entstehen.”

“Worauf es mir ankam: Nicht Verherr­lichung des Einzelnen, sondern Liebes­erweckung für das Ganze.” (Theodor Fontane, 1819-1898, preußischer Schriftsteller, in: Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Teil 2)


To be continued… / wird fortgesetzt…

© Tilmann Denk (2017)